Künstler in der Galerie Baer
1968 geboren in Hamburg 1989-1992 Fotografieausbildung in Köln seit 1994 selbständige Fotografin
2002 Stipendium in Columbus, Ohio (USA)
Ausstellungen und Beteiligungen (Auswahl): 2005 »profile« galerie baer I raum für aktuelle kunst, Dresden, »Saxony UK« Goetheinstitut London (GB), 2004 »Ausschnitt« Galerie rekord Berlin, »Sputniza – wir können auch anders« Kunsthaus Dresden, »orte/unorte« galerie baer I raum für aktuelle kunst, Dresden, 2003 »profiler« raum für aktuelle kunst, Dresde; »Menschen und ihre Orte«, Stadtraum Dresden 2002 »Wunschbilder«, Museum der Bildenden Künste Leipzig 2001 »mine«, Folldal (Norwegen) 2000 »rollon«, Galerie Signal, Malmö (Schweden) 1999 »people & places«, Fotografieprojekt in Schweden und Norwegen 1998 »street level«, Dresden 1997 »cheese«, Rathaus Hamburg
Die Fotografin Inga Paas sucht in ihren Fotografien nach Verbindungen und Funktionen zwischen Menschen und den sie umgebenden Orten. Sie arbeitet projektbezogen, dokumentarisch, sachlich und seriell, formal teilweise an die Becher-Schule angelehnt. Keine individuelle, künstlich erzeugte Lichtsituation verfälscht die Interpretation ihrer Motive und Konzepte. Die Monumentalität und Anonymität der Orte und Architekturen wird durch das ihr mit dem Abbild der Menschen entgegengesetzte narrative Element gebrochen.
In Skandinavien entstand 1999 das Projekt »people & places«, für welches Inga Paas die Protagonisten an dem Ort, an dem sie ihnen erstmals begegnete, fotografierte. Diese Orte verweisen jeweils auf die Tätigkeiten der Dargestellten. Mit dem Dresdner Stadtraumprojekt »Menschen und ihre Orte« ging Inga Paas 2002/03 noch einen Schritt weiter. Sie bildete die Menschen an deren Lieblingsorten bzw. ungeliebtesten Orten ab. Da diese Fotografien jedoch unkommentiert im Stadtraum (an den jeweiligen Orten) aufgestellt wurden, wandelte sich die gewohnt flüchtige Wahrnehmung von Umgebung in die Auseinandersetzung mit ihr. Der Betrachter muss zunächst eine eigene Beziehung zum spezifischen Ort aufbauen, ihn mit seinen signifikanten Merkmalen erschließen und auf sich wirken lassen, ehe ihm eine Geschichte zur dargestellten Person zu finden möglich ist. Somit gewinnen anonyme Stadtbilder durch menschliche Erfahrungen an Identität.