Künstler in der Galerie Baer

Reinigungsgesellschaft

1996 gegründet von Henrik Mayer (geb. 1971 in Freiberg) und Martin Keil (geb. 1968 in Schlema)

2007 Arbeitsstipendium des Kunstfonds Bonn; Aufenthaltstipendium der Kulturstiftung Sachsen in New York ISCP; 2006 Arraspreis 2004 Aufenthaltsstipendium des Landkreises Lüneburg, Künstlerstätte Bleckede 2002 Aufenthaltsstipendium des Freistaates Sachsen in Columbus/Ohio 2001 Marion Ermer Preis

Ausstellungen und Beteiligungen (Auswahl): 2007»THE SOCIAL ENGINE« mit Miklós Erhardt in Kooperation mit der ACC Galerie Weimar und der Studio of Young Artists Association, Budapest – im Rahmen von Bipolar - deutsch/ungarische Kulturprojekte; »Body and Consumerism« Künstlerhaus Schloss Balmoral, Bad Ems; »Private Dancers« O3one Gallery Belgrad, im Rahmen von art-e-conomy, internationales Kooperationsprojekt zum Verhältnis der Kunst zur Ökonomie und zum Status der Marktwirtschaft im post-sozialistischen östlichen Europa; »The Molsberger Files« kulturanthropologische Aufarbeitung des Bildarchives der Portraitfotogafen Oskar und Günther Molsberger, Neuer Sächsischer Kunstverein; »GASTARBEID GASTFREUND ARBEITSGAST GASTHEER« a constructive process at Netwerk / center for contemporary art, Aalst Belgium 2006»bin beschäftigt«, Gesellschaft für aktuelle Kunst Bremen, »Geld ist Zeit«, galerie baer | raum für aktuelle kunst, Dresden, »Wildes Kapital«, Kunsthaus Dresden, »workingworld.net«, Museum Arbeitswelt Steyr, »Varna Festival for Contemporary Art«, Bulgarien2005 »profile« galerie baer I raum für aktuelle kunst, Dresden, »Monitoring« Kunstverein Kassel, »Produkt & Vision«, Kunstfabrik am Flutgraben, Berlin, »Autonom ist noch nicht einmal der Mond« Lothringer Str. 13 München, Westendprojekt Leipzig Plagwitz, »Arbeitshaus« Kunsthaus Dresden, Cuarating Degree Zero Archive« Halle für Kunst, Lüneburg 2004 Arbeite mit, plane mit, regiere mit! Kunstverein Kassel; work life balance galerie baer Dresden; Autonom ist noch nicht einmal der Mond ACC Galerie Weimar; Permanent Produktiv Kunsthalle Exnergasse Wien; Nomad Job Casting Hinterconti Hamburg; SparwasserHQ at Platform Istanbul; Berlin North Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof Berlin 2003 Prague Biennial peripheries become the center; Dresden Postplatz Autobahnbeobachtung; Freie Fahrt für... Goethe Institut Prag; Strike Westfälischer Kunstverein Münster; Nomad Job Sparwasser HQ Berlin; Studio Gallery Budapest Gallery by night; Balkan Konsulat, „Prague“ at , Graz; Erst die Arbeit… ACC Galerie Weimar (mit Henrik Schrat) 2002 Split Points, contemporary art from Dresden at the National Gallery Prague; Wahlhilfe Galerie Olaf Stüber, Berlin; Big Torino, International Biennial of Art, Turin 2001 Business Art School Berlin; Lothringer Straße 13/Laden, München; Get The Message Neues Museum, Weimar; SUCCESS Kunst Haus Dresden; HEIMATEN Galerie für zeitgenössische Kunst Leipzig 2000 DynamoEintracht Frankfurt/Main, Dresden; Neues Leben Galerie für zeitgenössische Kunst Leipzig; Real Places? Westfälischer Kunstverein Münster


Im Projekt »Work Life Balance« untersucht die Reinigungsgesellschaft (RG), wie sich menschliches Leben in effizienzorientierte, flexible Strukturen einschreibt. Es wird erkundet, welche Lebensräume jenseits wirtschaftlicher Pragmatismen existieren. Dabei werden Spuren zivilen Lebens, welche sich normierten Lebenssphären beimischen, sichtbar gemacht.
Hierzu entwickelte die RG Bildserien, die sich mit dem Konflikt zwischen Wunschvorstellung und Wirklichkeit auseinandersetzen. Die Bildangebote dienen einer visuellen Klassifizierung von Lebens- und Arbeitsräumen.
In Gegenüberstellungen werden beispielsweise prekäre gesellschaftliche Handlungsräume und vorhandenes Protestpotenzial thematisiert. Der Betrachter wird mit einem dokumentarischen Wirklichkeitsbild konfrontiert.
In einer Videoinstallation setzt sich die RG mit der Virtualisierung von Arbeitsprozessen auseinander. Hierzu entstanden Aufnahmen von automatisierten Bewegungsabläufen in Produktions- und Dienstleistungsbetrieben. Das physische Bewegungspotenzial des Arbeiters wird in den Freizeitbereich verlagert. Das Thema Wertschöpfung wird in einem neuen Zusammenhang behandelt.